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Chronische RĂŒckenschmerzen

Ursachen :
Vorbemerkung:
Es mĂŒssen in der Regel mehrere oder gar viele der folgenden Belastungen  gleichzeitig auftreten, damit es zu den gelĂ€ufigen  RĂŒckenschmerzen kommt . Ob die Schmerzen im Nacken als Zervikalneuralgie , im Brustbereich als sog. BWS - Syndrom oder im Kreuz als Lumbalsyndrom auftreten , die Entstehungsmechanismen sind  dieselben.

Mögliche Ursachen sind Bewegungsmangel durch vorwiegend sitzende TĂ€tigkeiten, Zugluft , Fehlbelastung durch z.B. falsche Technik beim Sport,  chronischen oder einseitige Überlastung durch bestimmte TĂ€tigkeiten wie bei der Arbeit, akute  Überlastung durch ruckartige Bewegungen, Verheben, altersbedingte vorzeitige Abnutzungserscheinungen usw.

Eine Voraussetzung fĂŒr RĂŒckenschmerzen ist im allgemeinen eine generalisierte erhöhte Muskelspannung, wie sie natĂŒrlich v.a. bei Streß auftritt .
Es gibt natĂŒrlich auch viele Menschen, deren Muskulatur stĂ€ndig angespannt u. verkrampft ist. Bei chronischen Verlauf finden sich bei Ihnen oft druckschmerzhafte Punkte an bestimmten typischen Muskelpartien. Dann spricht man auch von Fibromyalgie.

UnabhĂ€ngig von diesen Entstehungsursachen spielen gelegentlich klar definierte  Krankheiten mit, die  ebenfalls derartige Beschwerden machen können oder zumindest verstĂ€rken: Osteoporose, echter Gelenkrheumatismus, Bandscheibenvorfall usw.

Therapie:

Prinzip: Vorbeugung und Begleittherapie mit Abbau der erhöhten Muskelspannung - Schmerzmittel haben hier nicht die dominante Rolle wie bei akuten RĂŒckenschmerzen, wenngleich ein Teil der  sogenannten “Schmerztherapeuten”meiner Meinung nach manchmal etwas zu großzĂŒgig starke Schmerzmittel als Dauertherapie verordnet.
Das Problem sehe ich dabei vor allem darin, daß angesichts der guten Medikamentenwirkung alternative, etwas mĂŒhsamere, vor allem  aber auch nicht so schnell und so stark wirkende Therapien vernachlĂ€ssigt werden - Tabletten sind eben schneller eingeworfen.

1.) Spannung = Ruhetonus der Muskulatur senken durch
a.) Tabletten, was aber wegen deren Gewöhnungsgefahr problematisch sein kann, siehe oben
b.) EntspannungsĂŒbungen wie Autogenes Training, Jacobson’sche Muskelentspannung, Meditation, Tai Chi oder   Yoga
c.)  regelmĂ€ĂŸige sportliche bzw. körperliche   BetĂ€tigung mind. 1/2 Std. tĂ€glich, wenigstens 2 x pro    Wo , z.B. : Radfahren, flottes Wandern, Bergwandern, Schwimmen, Skilanglauf,  Rudern, Joggen, Fitneßgymnastik, aber Vorsicht mit manchen Übungen. Kampfsport ist nicht so gĂŒnstig, in der Halle sogar eher schĂ€dlich.
d.) auch Sauna wirkt entspannend, aber Vorsicht bei  zu plötzlicher AbkĂŒhlung

2.) physikalische Therapie  wie Eisanwendungen, BĂ€der, Massagen oder Elektrotherapie wie TENS reicht bei chronischen VerlĂ€ufen selten alleine aus .

3.) Schmerzdistanzierende Therapie:
a.) Trizyklika ( sonst auch u.a. bei MigrĂ€ne u. Verstimmungen  eingesetzt) , z.B.Amitryptilin wie in Saroten
b.) Versuch mit pflanzlichen Antidepressiva v.a. Johanniskraut ,z.B. Jarsin
c.) Verhaltenstherapie
 

4.)  Bei chronischen VerlĂ€ufen sollen Schmerzmittel nur regelmĂ€ĂŸig und nie nach Bedarf gegeben werden.
a.) bewĂ€hrte periphere Schmerzmitteln z.B. ASS wie im Aspirin  und Ă€hnliche
b.) vertrĂ€glicher, aber teurer und deswegen noch nicht so ĂŒblich : pflanzliche Mittel wie Teufelskralle z.B. Rivoltan
c.) zentralen Schmerzmittel, die am Schmerzzentrum im Kopf  ansetzen, z.B. Tillidin

5.) Therapeutische LokalanÀsthesie kann verkrampfte Muskelareale sofort entkrampfen, die Blockierungen also lösen und Schmerzen oft in Sekunden veringern. Es sind die gleichen Substanzen, die auch der Zahnarzt zur BetÀubung verwendet und deswegen den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt sind.

6.)  bei langer Krankheitsdauer  wird durch die zermĂŒrbenden Schmerzen auch das seelische Gleichgewicht   zunehmend beeintrĂ€chtigt , so daß in diesem Stadium auch eine Psychotherapie hilfreich sein kann

7) Abbau von Streß - leicht gesagt u. schwer getan , z.B. durch eine Kur , evtl. mit gleichzeitiger oder anschließender    Psychotherapie

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Freitag, 25. Mai 2018

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